Hoffnung, Heilung & „Happiness“ durch Pferde. Warum Roland K. es kann…

Ich hab vieles im meinem Leben gesehen, ich bin selber durch Schmerz, Leid und Kämpfe gegangen. Für alles bin ich sehr dankbar und ich kann mit tiefsten Demut sagen, bis jetzt habe ich „alles geschafft, und was war es für eine Reise“. Jeder von uns hat eine Geschichte, unsere Geschichte ist alles was wir wirklich unser Eigen nennen können. Jeder Mensch muss durch Prüfungen auf der Erde gehen. Durch das Schicksal im Leben bekommen wir alle ab und zu Probleme- aber es ist unsere Entscheidungen zu leiden. Als ich Roland das erste Mal kennen gelernt habe, habe ich einen Mann gesehen, der eine bewusste Entscheidung getroffen hat, nicht zu leiden sondern zu leben. Ein großes Lächeln, lustiger Humor und eine voll sympathische Persönlichkeit hat mich begrüßt.

 

Mein Ziel ist es, mit diesem Schreiben, gemeinsam mit Roland, zu zeigen, dass es geht und man es kann. Aber was kann man? Antwort - alles was man will…

im diesem Fall geht es um ein Pferd und einen gehbehinderten Mann.

 

Es hat mich sehr gefreut den Auftrag von Roland anzunehmen. Es war etwas Neues – als Cowboy & Coach habe ich eine Herausforderung.  Hier müssen wir kreativ sein, und ich muss das „komplexe“  vereinfachen und es ermöglichen, dass ein Mann mit physikalischen Begrenzungen, trotzdem ein riesiges, starkes, junges Pferd trainiert, üben, aufsteigen und reiten kann – ganz allein.

 

Sein Pferd muss seine neue Ersatz-Krücke für ihn beim gehen sein. Das Pferd muss voll gehorsam allen Befehle gehorchen, ohne deutlichen Beindruck oder Bewegung.  Wir verlassen uns dabei auf Ton, Handzeichnen und Gewichtswechsel. Am wichtigen dabei ist, das Pferd muss „inspiriert“ sein, dass er mit und für Roland arbeitet. Aber, das ist alles kein Problem – weil das schon die Grundsätze und Bausteine von „Phil Johnson Horsemanship“ sind. Es geht hier um „Natural Horsemanship“, dem Tier bei zu bringen, mit und für seinen Herrn zu dienen. Wir brauchen hier zwei wichtige Dinge: Gehorsam und Bindung. Innerhalb dieser zwei Worte liegen eine Menge Dinge und viel, viel mehr Arbeit. Aber was  am meisten gebraucht ist, war nicht dasTraining, der Cowboy und seine Methoden oder das Pferd. Was wirklich gebraucht war, konnte nur tief in Rolands Seele gefunden werden – und das war Hoffnung. Hoffnung kommt mit einer besonderen Eigenschaft, das trennte sich von Träumen oder Wünschen – Hoffnung kommt mit einer Tat dahinter. Wenn man für etwas erhofft, ist man auch bereit dafür zu arbeiten und etwas zu tun. Und das haben wir. Roland und ich haben Hoffnung, und durch die Hoffnung bekommen wir Glauben. Glauben ist das Gegenteil von Angst, es gibt uns den Mut dem Lebens - Widerstand ins Augen zu schauen, aufzusteigen und es zu schaffen.

 

Am besten, man hört sich selber Rolands Geschichte an.  Ich kann nur bezeugen,  alles ist möglich. Ich kann als Cowboy jedem Pferd beibringen, fast alles zu machen und ich hab bis jetzt kein Pferd kennen gelernt, das unmöglich war. Wir haben ein Programm das funktioniert, die Fähigkeites umzusetzen und die Weisheit, es an andere weiter zu geben. Meine Damen und Herren, genießen Sie diesen Worte:.

 

„Ich hatte vor ca. 3 ½ Jahren einen Unfall und bin seitdem gehbehindert und habe Schmerzen im Fuß.

 

Die letzten Jahre waren mit Krücken und Rollstuhl immer ein Leben mit Einschränkungen in sehr vielen Situationen.

 

Auch das Selbstwertgefühl hat sehr darunter gelitten, zu wissen, immer auf jemanden angewiesen zu sein.

 

Doch habe ich mich nicht in die Ecke gestellt und das Leben an mir vorbeiziehen lassen.

 

Das war nicht immer einfach, aber ich musste für meine Familie stark sein, insbesondere für meine Kinder.

 

Ich habe gelernt, verschiedenen Situationen mit meiner Lebenslage zu meistern und mich darauf einzustellen.

 

Doch es fehlte ein wenig die Freiheit etwas alleine zu tun und nicht eingeschränkt zu sein, irgendwo hinzukommen.

 

Meine Frau hat ein Pferd und ich war schon immer sehr angetan von diesen Geschöpfen, habe aber mich nie intensiver mit meinem Interesse an den Geschöpfen befasst.

 

Ich beobachtete die Pferde auf der Koppel immer öfter und sah, wie sie sich bewegten und sie sich verhielten. Unbeschwert und lustig, niedergeschlagen und nervös. Eigentlich fast so wie ich. Mit der einen Ausnahme, sie konnten sich bewegen und hingehen, wo sie wollten.

 

Es kam mir der Gedanke, vielleicht steckt in einem Pferd das, was mir manchmal fehlt. Ein Freund und Begleiter auf den man sich verlassen kann.

 

Und so war es. Ich fand ein Pferd, von dem ich denke, es versteht mich, was ich sage und denke. Ich versuche auch ihn zu verstehen und  mit ihm zusammen zu arbeiten.

 

Und es klappt auch, wenn man will. Und wenn ich mit ihm arbeite kann ich auch abschalten. Es gibt mir das Gefühl, ganz normal zu sein. Meine Schmerzen und die Behinderung ist zwar nicht weg, aber man fühlt sich anders.

 

Aber das schönste ist, ihn zu reiten. Das Gefühl zu haben, frei zu sein. Sich hinzubewegen, wo man will. Auf niemanden angewiesen zu sein. Und das alles mit einem Freund zu machen.

 

Man kann sagen, es ist eine Therapie auf eine andere Weise.“ – Sincerely Roland Kögler

 

Wir hoffen für jeden seinen Weg zu finden und vielleicht, eines Tages, auch im Sattel zu sitzen.

 

Happy Trails,

 

Phil Johnson

Source: https://www.facebook.com/notes/phil-johnso...